CH Open Source Awards 2012

Die Gewinner der CH Open Source Awards 2012

Gewinner Business Case

In der Kategorie Business Case konnte das Portail eGov du canton de Vaud am meisten überzeugen.

Statement der Jury: Das Portail eGov du canton de Vaud des Etat de Vaud hat grosse Signalwirkung und Vorbildfunktion. Die Verwendung von FOSS könnte noch etwas expliziter erwähnt werden können. Andererseits wird dies mit der Verleihung des Preises auch publik. Wichtig ist nicht nur die Nutzung der Open Source Software, sondern auch die Contribution, d.h. die Mithilfe bei der Weiterentwicklung und der Förderung einer Community. Das Portal ist auch in die generelle Vision des Kantons zu mehr Open Source eingebettet. Wir hoffen, dass der Preis den Kanton Waadt in seiner Zielsetzung unterstützt und auch andere Kantone anregt, in dieser Weise zusammenzuarbeiten und Lösungen mit OSS offen, standardisiert und letztendlich für den Steuerzahler billiger anzubieten.

Gewinner Community

In der Kategorie Community gewann Vala.

Statement der Jury: Der Community Award war die schwierigste Entscheidung. Sehr viele gute Projekte wurden eingereicht. Mit der Programmiersprache VALA wird eine sehr aktive Community mit viel Potential gewürdigt. Die Sprache wird in vielen Projekten namentlich im Gnome-Umfeld eingesetzt. Ursprünglich wurde die Sprache von Schweizer Studenten entwickelt. Auch der offene Entwicklungsmodus hat die Jury beeindruckt.
Die Jury hofft, andere Studenten zu inspirieren, Projekte zu entwickeln und Communities zu bilden. Die Schweiz lebt von Innovationen.

Boris Kraft (Magnolia), Jürg Billeter (Vala)

Gewinner Youth

Die Kategorie Youth wurde von Stéphane Graber gewonnen.

Die Jury würdigt die Arbeit von Stéphane Graber, der seit seinem 18. Lebensjahr an Ubuntu mitentwickelt. Es ist möglich, bereits in diesem Alter als Contributor bei einem bedeutenden Open Source Projekt mitzuwirken. Die Jury hofft, dass sein Vorbild andere inspiriert, sich in Projekte einzubringen und damit die Zukunft mitzugestalten.

Stéphane Graber
David Krebs (Mimacom), Dragica Kahlina in Vertretung Stéphane Graber, da dieser inzwischen in Kanada arbeitet

Gewinner Spezialpreis

Ein Special Award wurde an OpenJustitia vergeben.

Statement der Jury: Der Einsatz von Open-Source in der öffentlichen Verwaltung ist heute kein Novum mehr. Als Bundesgericht selber eine Software zu entwickeln, also sozusagen als Softwarehersteller zu agieren, und diese Software konsequent quelloffen zur Verfügung zu stellen, ist hingegen in der Schweiz eine Pionierleistung, welche die Jury beeindruckt hat. Daher haben wir uns entschlossen, dieses Jahr einen Sonderpreis für OpenJustitia zu verleihen. Damit würdigen wir den Mut, neue Wege zu gehen, die Arbeit, eine Community aufzubauen und die Weitsicht des Bundesgerichts, durch ihre Initiative dem Steuerzahler langfristig Kosten zu sparen.

 

Matías E. Fernández (nine.ch), Marc von Weissenfluh (Bundesgericht)