Wie Open Government Data und OpenStreetMap näher zusammenrücken können

Thema: Open Government
Datum: Freitag, 29. Oktober 2021
Zeit: 11:30 - 12:30
Raum: Baloise Park Basel

Open Government Data (OGD) und die Daten von OpenStreetMap (OSM) sind mehrheitlich zueinander komplementär. Es besteht also ein grosses Nutzungspotential. Schweizer Behörden und bundesnahe Betrieben, die ihre OGD in OSM integrieren wollen, stehen jedoch vor verschiedenen Herausforderungen. Dazu ist kürzlich ein Leitfaden publiziert worden. Ebenfalls neu publiziert wird (bzw. wurde) eine Pilotstudie, die den umgekehrten Weg untersuchte, nämlich wie OSM von Behörden genutzt werden kann. Diese Session stellt die beiden Dokumente vor mit dem Ziel, dass OGD und OSM näher zusammenrücken.


Weitere Informationen

Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung ermöglichen es, dass auch Bürger Daten erfassen können. Im grössten Crowdsourcing-Geodaten-Projekt, OpenStreetMap (OSM), ergänzen täglich bis zu 100 Freiwillige das Gebiet der Schweiz und OSM wird immer mehr auch vom Schweizer Behörden und bundesnahe Betriebe genutzt. Entsprechende Beispiele zeigen, dass OSM-Daten „fit-for-use“ sind. Oft sind OSM-Daten aktueller als vergleichbare Geodatenquellen.

Das Interessante daran ist, dass OSM-Daten mehrheitlich komplementär zu Open Government Data (OGD) sind und und daher ein grosses gegenseitiges Nutzungspotential besteht.

Schweizer Behörden und bundesnahe Betriebe, die als Dateninhaber ihre OGD in OSM integrieren wollen, stehen jedoch vor verschiedenen Herausforderungen, organisatorischer, technischer aber auch kultureller Art. Zu diesem Thema hat (wird) die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit (FDN) im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) gerade kürzlich einen Leitfaden „Daten in OpenStreetMap integrieren“ publiziert.

Ebenfalls neu publiziert wurde (wird) eine Pilotstudie unter dem Namen „Public-OSM Partnership (POP)“ publiziert, die den umgekehrten Weg untersuchte, nämlich wie OSM von Behörden und bundesnahen Betrieben genutzt werden kann. Dazu passt auch ein Zitat aus einem Dokument der deutschen Bundesverwaltung (2020) „Eine Nichtberücksichtigung solcher Daten würde dazu führen, dass keine Daten zur Verfügung stehen. Dies wird als nicht erstrebenswert erachtet“.

Diese Session stellt den Leitfaden und die Pilotstudie vor mit dem Ziel, dass OGD und OSM näher zusammenrücken.


Ablauf der Session

  1. Was ist Open Government Data und OpenStreetMap?
  2. Vorstellung Leitfaden „Daten in OpenStreetMap integrieren“
  3. Vorstellung Pilotstudie „Public-OSM Partnership“
  4. Diskussion

Zielgruppe

Zielgruppe: Vertreter von Behörden – vom Bund über Kantone bis zu Städten – und von bundesnahen Betrieben, sowie von allen an OGD und OSM Interessierten bis zum „Mapper“.

Gewünschte IT-Vorkenntnisse: Umgang mit Computer. Eine hilfreiche Informations- und Lernquelle sind die Arbeitsblätter zu OSM auf OpenSchoolMaps.ch (www.openschoolmaps.ch > Unterrichtsmaterialien).




stefan.keller@ost.ch

 

Speakers

Dr. Benedikt Hitz, Universität Bern

Prof. Stefan Keller, Geometa Lab Institut für Software, OST Ostschweizer Fachhochschule