Die geplante URG-Revision: Gefahr oder Segen für die Digitale Nachhaltigkeit?

Thema: Open Content

Zeit: 11.00 - 12.30

Digitale Allmend

https://allmend.ch

Nachdem der Bundesrat das revidierte Urheberrechtsgesetz im Dezember 2015 in die Vernehmlassung geschickt hat, wurden über 1200 Stellungnahmen eingereicht. Die neue Botschaft wird in den kommenden Monaten erwartet. Wir werden in dieser Session mit verschiedenen Expertinnen und Experten die Folgen, sowie die Vor-und Nachteile der geplanten URG-Revision für die Digitale Nachhaltigkeit, die Public Domain und das kulturelle Erbe in der Schweiz diskutieren und prüfen, welche politischen Forderungen für den laufenden parlamentarischen Prozess abzuleiten wären.

 

Weitere Informationen

Nachdem der Bundesrat das revidierte Urheberrechtsgesetz im Dezember 2015 in die Vernehmlassung geschickt hat, wurden über 1200 Stellungnahmen eingereicht. Ein grosser Teil von Gedächtnisinstitutionen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich um die Zukunft der Public Domain, die Wissenschaftsfreiheit und das kulturelle Erbe der Schweiz sorgten. Der Bundesrat hat dann erstaunlicherweise die unausgewogen zusammengestellte Arbeitsgruppe AGUR12 wieder eingesetzt und diese die Grundlagen für eine neue Vorlage ausarbeiten lassen.

Neben einigen, für die digitale Verfügbarkeit des kulturellen Erbes erfreulichen Stossrichtungen, wie einer Regelung zu verwaisten Werken oder der Möglichkeit der erweiterte Kollektivlizenz, beinhaltet der sogenannte AGUR12-II Kompromiss auch einige sehr gefährliche Vorschläge. So soll das Leistungschutzrecht bei Musikaufnahmen unnötigerweise von 50 auf 70 Jahre verlängert werden, obwohl die meisten Experten, die sich heute mit dem kulturellen Erben im digitalen Zeitalter auseinander setzen, klar darauf hinweisen, dass die Schutzfristen im Urheberrecht absurd hoch sind und sie eher reduziert denn verlängert werden sollten. Noch viel gravierender aber ist die geplante Einführung eines umfassenden Lichbildschutzes in der Schweiz, welcher die komplette Reprivatisierung von Werken der bildenden Kunst, die sich bereits in der Public Domain befindet, erlauben wird und zwar ohne dass eine Schutzfrist ein solches Werk jemals wieder freigeben würde.

Wir werden in dieser Session mit verschiedenen Expertinnen und Experten die Folgen, sowie die Vor-und Nachteile der geplanten URG-Revision für die Digitale Nachhaltigkeit, die Public Domain und das kulturelle Erbe in der Schweiz diskutieren und prüfen, welche politischen Forderungen für den laufenden parlamentarischen Prozess abzuleiten wären.


Ablauf der Session

  • Andreas Von Gunten, Digitale Allmend – Moderation & Einführung
  • Sandra Sykora, Lichtbildschutz
  • Danielle Kaufmann, Wissenschaftsschranke
  • weitere Referent*innen

Zielgruppe

Kulturvermittler_Innen, Journalist_Innen, Kurator_innen, Mitarbeiter_Innen von Gedächtnisinstitutionen (Museen, Archive, Bibliotheken, usw.) , Blogger_Innen, Grafiker_Innen, Gründer_Innen von Kultur Startups, Politiker_Innen, Verantwortliche von Digitalisierungsprojekten


Träger-Organisation

Digitale Allmend
https://allmend.ch
avg@andreasvongunten.com

 

Speakers

Andreas Von Gunten, Digitale Allmend

Sandra Sykora, VMS / ICOM

Danielle Kaufmann, Competence Center in Digital Law

© DINAcon 2017 - Konferenz für digitale Nachhaltigkeit
am Freitag, 20. Oktober 2017 im Welle7 Workspace in Bern

Created by WebBee

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